Action-Kameras im Test

Extremsportler nutzen die Action-Kameras um aus ihrer Perspektive aufzunehmen. Genau deshalb sind Action-Kameras sehr leicht und sehr klein. Sie müssen immer qualitativ gute Aufnahmen machen können. Damit das bei rasanten Geschwindigkeiten und schnellen Richtungs- oder Beleuchtungswechseln gelingt, sind sie mit neuster Technik ausgestattet.

Action-Kameras sind mittlerweile Trend der breiten Masse. Hobby-Skateboarder, Mountainbiker, DownHill-Fahrer – alle nutzen sie. Für Aufnahmen von Urlaubsidylle oder amüsanten Videos der Familienfeier eignet sich jedoch eher der herkömmliche Camcorder.

 

Welche Arten von Action-Kameras gibt es?

Prinzipiell gehören die Action-Kameras in die Gruppe der Kompaktkameras. Durch ihre sehr kompakte Größe und das geringe Gewicht sind sie jedoch eine besondere Art.

Wie der Name bereits verrät, werden diese Kameras in Aktion genutzt. Sie müssen schnelle Bewegungsabläufe, wechselnde Lichtverhältnisse und ruckartige Richtungswechsel kompensieren können.

Im Vergleich ist die Bauart gleichzusetzen mit den Sport-Kameras. Allerdings verfügen Action-Kameras über einen größeren Funktionsumfang und können somit zu bedeutend mehr Zwecken genutzt werden.

 

Wie wird eine Action-Kamera befestigt?

Da Action-Kameras oft für Extremsport, Wassersport und Motorsport eingesetzt werden, gibt es Befestigungsmodule für jede erdenkliche Art und Weise.

Für Fahr- und Motorräder oder Motorboote und Autos, gibt es fixe Halterungen, für feste Gegenstände. Für die Befestigung am Körper gibt es Gurte in unterschiedlichen Größen. Man kann die Kamera am Helm oder mittels Stirnband am Kopf befestigen. Aber auch Körperstellen wie Schultern, Handgelenke und Arme eignen sich.

 

Modernste Technik bietet höchste Funktionalität

Folgende Technik sollte eine gute Action-Kamera besitzen:

  • hohe Auflösung
  • Bildstabilisator
  • hohe Framerate
  • Wasserschutz
  • guter Aufnahmewinkel
  • ggf. Außenmikrofone

Für die perfekte Bildqualität sind Action-Kameras mit modernster Technik ausgestattet. Für qualitativ gute Action-Aufnahmen ist eine hohe Auflösung enorm wichtig. In manch einem Test wird immer wieder betont, dass eine Auflösung ab 1080p Full-HD Qualität liefert. Durch die vielen Bewegungen, denen die Action-Kameras ausgesetzt sind, verfügen die meisten Modelle über Bildstabilisatoren.

Ebenso wichtig ist die Framerate. Ab 25 Frames in der Sekunde gelingt einer Action-Kamera eine gute Aufnahme. Spitzenmodelle erreichen sogar eine Framerate von 60 bis 120fps. Der letztere Ratenwert ist vor allem für Zeitlupenaufnahmen wichtig.

Nahezu jeden Action-Kamera ist spritzwassergeschützt. Meist auch auf ein paar Meter Wassertiefe komplett wasserdicht. Falls die Kamera dies nicht bietet, kann man Zusatzgehäuse erwerben. Je nach Kamera erreicht man Tauchtiefen von knapp 60 Metern.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist ein großzügiger Aufnahmewinkel. Manch eine Action-Kamera verfügt sogar über schwenkbare Linsen.

Leider leidet bei vielen Action-Kameras die Tonqualität. Um dem Problem Abhilfe zu schaffen, werden Außenmikrofone angeboten. Ist die Kamera mit einem Mikrofoneingang versehen, ist dieser für gewöhnlich unter einer wasserdichten, verschließbaren Klappe versteckt.

Die Bedienung einer Action-Kamera

Befestigt man die Action-Kamera sichtverdeckt oder außer Reichweite wird es schwierig die Einstellungen während einer Aufnahme zu verändern. Aus diesem Grund sind viele Action-Kameras WiFi- oder Bluetoothfähig. So kann die Kamera kinderleicht vom Smartphone aus bedient werden.

Problematisch wird es, wenn beispielsweise Kletterer in den Bergen unterwegs sind und kein WLAN-Netzwerk in Reichweite ist. Für diesen Zweck gibt des Modelle, die mit einer Fernbedienung kompatibel sind. Ganz unabhängig vom Internet.

Unterschiede in der Bedienung und im Format

Unterschieden wird die Bedienung durch:

  • Bedienknöpfe
  • WiFi oder Bluetooth
  • Fernbedienung

Hersteller bedingt unterscheiden sich Action-Kameras in ihrem Format. Es gibt die ganz winzigen, federleichten Kameras, bei denen man deren Nutzen unweigerlich in Frage stellt. Doch vorsicht! Bei Action-Kameras sollte niemals Format bedingt auf die Effektivität und den Nutzen geschlossen werden.

Von der technischen Austattung und vom Know-How her ist eine der kleinsten Kameras eine der besten, die der Markt derzeit hergibt.

Je nach Modell gibt es eine unterschiedliche Zahl von Bedienknöpfen um Einstellungen vorzunehmen. Ist die Action Kamera jedoch am Helm, oder auf dem Dach einer Autos befestigt muss über WiFi, Bluetooth auf die Kamera zugegriffen werden. Alternativ bleibt da nur die Fernbedienung.

Die Unterschiede der Ausstattung und Features

Maßgeblich unterscheiden sich die Modelle der Action-Kameras in der Installation von Features. Je nach Hersteller kann mit der einen Kamera viel, mit der anderen hingegen wenig gemacht werden.

Auch angebotene Apps der Hersteller unterscheiden sich häufig in der Ausstattung. Videobearbeitung, Videoschnitt oder Vertonung und Markierung werden aber von allen Apps unterstützt.

Auch der oben bereits genannte Spritzwasserschutz ist nicht Gang und Gebe. Ist die Action-Kamera nicht von sich aus geschützt, legt der Hersteller oft ein Zusatzgehäuse bei, oder bietet eines zum Erwerb an.

Wasserdicht sind die Kameras meist nur bis zu ein paar Metern Tiefe. Schnorchelt oder taucht man, kann ein Zusatzgehäuse gekauft werden, dass bis zu 60 Metern wasserdicht ist.

Bei den Linsen gibt es massive Unterschiede. Nahezu jedes Modell besitzt mittlerweile zwar einen integrierten Weitwinkel, einige Kameras bieten aber sogar den Vorteil, dass der Winkel zusätzlich verändert werden kann.

Was beim Kaufen einer Action-Kamera zu beachten ist

Action Kameras sind in Bedienung und Design dem Nutzen angepasst. In den seltensten Fällen verfügen Action-Kameras über Displays, unzählige Knöpfe zur Feineinstellung sind hier ebenfalls nicht gegeben.

Eine Action-Kamera sollte folgende Eigenschaften haben:

  • robust
  • wasserdicht
  • schmutzabweisend

Eine gute Bedienbarkeit ist wichtig und je nach persönlicher Vorliebe sollte die Action-Kamera über

  • WiFi
  • Bluetooth
  • Fernbedienung

verfügen.

Die meisten Action-Kameras sind heutzutage mit einem Weitwinkel ausgestattet. Aufnahmen aus allen Blickwinkeln sind so möglich. Wer noch mehr Wert auf Komfort legt, wählt ein Modell mit verstell- oder drehbaren Linsen. Die Action-Kamera wird so immer in der Horizontalen gehalten.

Weiteres Kriterium: Technische Funktionen

Lediglich dann, wenn die Auflösung hoch genug ist erzeugt die Action-Kamera Aufnahmen, die qualitativ hochwertig sind. Damit die Aufnahmen möglichst lebensnah gemacht werden, sind folgende Punkte beim Kauf unbedingt zu beachten:

  • Auflösung von mindestens 1080p
  • Framerate von 25-60fps, noch besser 120fps

Doch auch die (Zusatz-)Ausstattung der Action-Kamera ist nicht zu verachten. Im besten Fall wählt man beim Kauf auch nach folgenden Kriterien aus:

  • Akkulaufzeit
  • Wechselakkus
  • Befestigungsmodule

Ist ein Akku nicht austauschbar, sollte man auf einen langlebigen Akku achten. Wechselakkus halten im Schnitt etwa 2 bis 3,5 Stunden.

Beim Kauf ist darauf zu achten, ob passende Befestigungsmodule enthalten sind, oder zumindest der Zubehörhandel das passende Equipment bietet. Teilweise geben Hersteller spezifischere Namen an. So zum Beispiel eine „Motorrad-Kamera“. Das passende Befestigungsmodul ist dabei natürlich inklusive.

Was kostet eine Action-Kamera?

Klein, leicht und voll mit modernster Technik. Bei diesen Geräten geht die Preisschere weit auf. Je nach Modell und Hersteller können Unterschiede von gut einhundert Euro auftreten. Teuer ist nicht gleich gut. Vor einem Kauf sollte der Preis und die Funktionen der einzelnen Modelle gut verglichen werden, so wie in der Tabelle zu beginn dieses Ratgebers. Im Schnitt liegt der Preis zwischen 120 und 300 Euro.

Ein ausgiebiger Preisvergleich sollte unter Beachtung Ausstattung, Features und individuellem Nutzen abhängig gemacht werden. So fällt die richtige Wahl beim Preis-Leistungs-Verhältnis einfach aus.

Wo kauft man die Action-Kamera?

Wie erwähnt kann bei Action Kameras ein enormer Preisunterschied auftreten. Eine gute Option ist es neben dem Preisvergleich im Internet und im Fachhandel, auf spezielle Aktionen und Schnäppchen zu achten.

Die Vor- und Nachteile vom Kauf im Fachhandel

Vorteile:

  • persönliche Beratung
  • Test-Möglichkeit
  • sofortige Mitnahme

Beim Kauf im Fachhandel gibt es eine persönliche Beratung. Man kann das ausgewählte Gerät genau beobachten und teils sogar antesten. Die Möglichkeit die Action-Kamera sofort mitzunehmen ist ein weiterer Pluspunkt.

Nachteile:

  • Zeitaufwand
  • eingeschränkte Auswahl
  • oftmals höherer Preis

Um einen Vergleich durchführen zu können müssen jedoch mehrere Fachgeschäfte besucht werden. Das kostet Zeit und manchmal auch ordentlich Sprit. Ein weiterer Nachteil: Oft lagern Fachhändler nur Geräte bestimmter Marken, die Auswahl ist sehr eingeschränkt. Der Preis spielt auch eine Rolle. Besteht zum Zeitpunkt des Kaufes nicht grade ein Angebot, kann die Action-Kamera ziemlich teuer werden.

Die Vor- und Nachteile vom Kauf im Internet

Vorteile:

  • große Auswahl
  • bequeme Bestellung
  • Produktbewertungen
  • Test-Berichte
  • günstigerer Preis

Die Auswahlmöglichkeiten im Internet sind vielfältiger, als im Fachgeschäft. Bequemer Weise funktioniert der Bestellprozess vom heimischen Sofa aus. Beim Online-Kauf kann zwischen jedem Anbieter und jedem Modell gewählt werden. Produktrezensionen von anderen, unabhängigen Nutzern können eingesehen werden. Oft existiert ein ausführlicher Test zum Wunschprodukt im Internet.

Der Preis ist der wohl gravierendste Punkt beim Online-Einkauf. Auf bestimmtem Portalen erfährt man den Preis für ein Produkt aus vielerlei Shops.

Nachteile:

  • oft mehrtägige Lieferzeit
  • keine Schadenkontrolle
  • keine Testmöglichkeit
  • Durchsetzungsdauer etwaiger Regressansprüche bei kleineren Shops

Auf die Lieferung muss man beim Online-Einkauf leider ein paar Tage, mindestens jedoch 24 Stunden warten. Testen kann man die Action-Kamera im Vorfeld nicht selbstständig. Die Umverpackung muss sofort nach Erhalt kontrolliert werden. Es passiert selten, doch ist sie beschädigt, muss das Gerät erst zurückgeschickt werden. Es dauert bis das Geld zurück auf dem Konto ist und man muss auf eine neue Lieferung warten.

Wie läuft ein Action-Kamera Test ab?

Im Internet stößt man auf allerhand Berichte und diverse Test zu Action-Kameras. Nahezu jedes Modell bietet einen eigenen Test.

Punkt Nummer 1 des gängigen Action-Kamera Test: Das Format und Gewicht

Action-Kameras sollen kompakt sein. Gerade wenn die Kamera an einem Helm, oder am Kopf befestigt wird, sollte sie möglichst leicht sein.

Punkt Nummer 2 des gängigen Action-Kamera Test: Die Bildqualität

  • Auflösung
  • Bildstabilisatoren
  • Ruhezustand VS Action

In den meisten Fällen werden die Action-Kameras zunächst aus der Hand heraus getestet und dann in Action. Beispielsweise beim Rad- oder Motorrad fahren. So erhält man einen guten Vergleich der Bildqualität zum Ruhezustand und dem letztlich tatsächlichen Nutzen.

Mit entsprechend hoher Auflösung und Bildstabilisatoren sollten die Kameras gut abschneiden. In jeweiligen Testberichten wird dies dann bewertet.

Punkt Nummer 3 des gängigen Action-Kamera Test: Die technische Ausstattung

  • Bedienbarkeit
  • verfügbare Apps
  • Wasserdichte
  • Zusatzgehäuse
  • Lieferumfang
  • Zubehörhandel

Die Bedienbarkeit durch Knöpfe, WiFi, Bluetooth und Fernbedienung werden in Tests meist vorrangig behandelt.

Dann folgt oft der Tests verfügbarer Apps, mit denen man Videos im Nachhinein bearbeiten kann. Schnitt und Vertonung sind wichtige Komponenten im Test. Einfache Bedienbarkeit und gute Auswahlmöglichkeiten zur Bearbeitung sind ein wichtiges Kriterium.

Die hauseigene Wasserdichte der Action-Kameras und/oder gegebenenfalls die der Zusatzgehäuse werden in Tests streng beäugt. Im Fall eines Zusatzgehäuses wird weiterhin sehr auf die Bildqualität geachtet. Leider beeinflusst der zusätzliche Linsenüberzug oft die Bildqualität.

Der letzte Punkt der technischen Ausstattung betrifft für gewöhnlich den Lieferumfang. Befestigungsmodule und Zusatzgehäuse stehen hier im Vordergrund. Werden die notwendigen Posten nicht durch den Lieferumfang abgedeckt, folgt meist ein Blick auf das erwerbbare Zubehör. Grundsätzlich kann man aber für jede Action-Kamera das passende erwerben.

Punkt Nummer 4 des gängigen Action-Kamera Test: Die Auflösung

  • Auflösung
  • MP Zahl

Eine Auflösung von 1080p bietet mittlerweile jede Kamera. In Tests werden auch die Megapixel unter die Lupe genommen. 12MP sind der durchschnitt. Je höher die MP Zahl ist, desto qualitativ hochwertiger kommen die Aufnahmen am Ende daher.

Die Geschichte der Action-Kamera

Die Action-Kameras haben noch keine lange Vergangenheit. Erst 2004 wurde die Action-Kamera marktfähig. Sie entspringt der Idee eines amerikanischen Surfers, Nick Woodman. Woodman ist Gründer der Firma GoPro, der Herstellermutter aller Action-Kameras.

Die erste Version dieser Kameraart war in ein selbstgenähtes Armband integriert. Mittlerweile gibt es aber etliche, unterschiedliche Modelle auf dem Markt.